Studio Néau

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INSTITUT FÜR BETRACHTUNG
H.A.M.K.B.H.
Helge Achenbach Martin Kippenberger Björn Höcke

17.03.2024 11.00

Helge Achenbach Martin Kippenberger Björn Höcke. Kurz: „H.A.M.K.B.H."

Anhand von fiktiven Begegnungen oder Aufstellungen, wie sie auch aus therapeutischen Kontexten bekannt sind, widmet sich Alex Wissel in seiner künstlerischen Arbeit patriarchaler Festkultur und kapitalistischen Wertsteigerungsprozessen. Das eingesetzte Personal dient zur Personifikation gesellschaftlicher und politischer Beziehungen. In Wissels Darstellung werden die Extreme, aber auch Kontingenzen und Absurditäten gegenwärtiger Kultur vorgeführt. Mit viel Witz und Ironie gelingen ihm dabei abgründige Gegenwartsdiagnosen. Als ob die ganze Welt durch nur eine Handvoll Kontakte miteinander verbunden wäre, laufen die biografischen Rekonstruktionen Wissels in seltsamen Schleifen. Wege kreuzen sich. Menschen sind zeitversetzt an den gleichen Orten. Der Ausstellung in Siegen dient diese Stadt als Schauplatz einer Komödie in der die protestantische Ethik des Kunsthändlers und Betrügers Helge Achenbach mehr gemein hat mit der Kunst Martin Kippenbergers als einem lieb sein kann – und dann auch noch Björn Höcke? Die künstlerische Übertreibung drängt die Frage nach „der Wahrheit“ auf. Im Genre des epischen Schelmenstreichs entwickelt Wissel gemeinsam mit dem Regisseur Jan Bonny seit längerem die filmisch, installative Erzählung „Rheingold“. "HA HA M.K.B.H.“ schlägt nun ein neues Kapitel auf, in einem künstlerischen Geflecht aus heiterer, bis dunkler Genealogie der Gegenwartskunst und- ökonomie. Im Gespräch zwischen dem Künstler, Jennifer Cierlitza, der kuratierenden Leiterin des Siegener Kunstvereins und Thorsten Schneider vom IFB wird es sicher lustig.